JUNGE TOTE GESICHTER

 

 

In den jungen Gesichtern steht schon das Alte.

Die Langeweile ihres Nichtstuns bewegt keine Züge.

Müde Taten verderben das klare Licht der Perlen, versteinerte Blicke wenden sich Gott zu.

Vertrocknete Lebenswillen sterben vor sich hin, tausend Leichen,

leer von jedem Versuch einen Wunsch erfühlen und erreichen.

Nebel tötet den Blick auf Vergangenes, Einfachheit denjenigen auf die Träume.

Schwarze Augen sehen nicht mehr, blind sogar am hellsten Tag, tot sogar am lebendigsten Moment.

Kein Leiden erblüht, keine Freude versinkt.

Obwohl der uninteressierteste Schreibender, trügt mich doch keine Blindheit,

sogar nicht in der dunkelsten Nacht.