ICH BIN FREMD

 

Was bin ich nur? Ein Fremder in diesem Land?

Ein romantischer Engel der in der Vergangenheit fliegt?

Ich träume meine alten Tage, sitzend in einem Meer von Gefühlen, die nicht mehr existieren

weil ich der Realist in meiner Unwirklichkeit bin.

Soll ich ewig der Liebhaber dieser Illusion bleiben? I

ch bin mir ihres Treibens bewusst,

doch wie sehr ich es nicht gewähren lassen möchte, bin ich doch nur ein Wahnsinniger der sich dem Spiel der Konfusion einlassen will.

Bin ich ein Streiter der Tagen?

Ich sehe den Sonnenschein auf meinen Lippen, doch gleichzeitig, vor oder danach, sehen meine Perlen die Tränen.

All die neuen Bilder waschen mich rein, doch eine ewige Reinheit gibt es nie, wenn sie auch so klar zu scheinen mag.

Ein ständiger Narr des Bewusstseins, die Symmetrie des Anderen, der Nachdenkender eines Undenklichen.

Bin ich das Gesicht eines Kindes, das sich in einem Kerzenlicht spiegelt?

All die Güte von unwissenden und neuen Zeiten.

Bin ich der Duft der See, die verlorenen Gewissheiten in die Ferne treibt und

sie doch immer wieder mit dem Klang des Wasser erinnert.

Kann ich die Wand der Isolation sein, hinter der sich alle Menschen verstecken, und

kann ich die Gerechtigkeit sein, die diese Mauer im Zerfall bringen lässt?

Kann ich das Kind sein das nach Gerechtigkeit fragt, das nach dem Tod seiner Seele alleine zwischen seinen Vettern wartet?

Darf ich die Inspiration des Humanen sein?

 Den Leitfaden in seinem Wald, wo es verloren nach sich selbst sucht?

Oder bin ich doch nur ein Fragender nach Antworten, die meiner Zufriedenheit nicht antworten?

Bin ich der letzte kalte Wintergedanke in einem Sommertag?

Soll ich die ewige Entschuldigung sein, für Unglück der anderen zuständig sein,

soll ich alle Verlierer immer für ihre Taten decken?

Kann ich doch nur eine Welle in der See bleiben, die in ihrer Stimmung bewegt und nur für ihr eigenes Wesen lebt,

und doch in ihrem Unwissen den Sehenden ihr Licht gibt?

Bleib ich am Ende nur ein Stern vom Wahn benommen und dessen Fragen klagen Liebe,

bin ich die Leere oder einer Lehre der Sinnen und der Empfindungen?

Was bin nur? Ich bin einfach nur, wie es in den alten Bücher steht.

Lasst mich ein Traum bleiben der eine Geschichte schreibt, und doch, bin ich am Ende nur das Gegenteil.

Ich bin ein sitzender Wahnsinniger.

Wie lange kann man wohl auf ein leeres unbewegtes Blatt starren?