BITTE

 

Wieder und wieder kehrst Du zurück.

Unerwarteter Besucher, der Du bist, stürmst in meinen Kopf hinein,

ohne dass ich Dich darum gebeten habe.

Ich kenne dich wie mein Ich, da du eine Seite von dem bist.

Du bist dasjenige, was mir das Spiegelbild nicht verzeiht.

Du raubst mir meinen Atem und bringst die Form zum erscheinen, die ich so hasse.

Sprichst zu mir durch Tränen, merke Deine Anwesenheit durch Deine unsichtbaren Prügel in den Magen.

Ich ein Nichts Dir gegenüber, ergebe mich Deiner Kraft, meines Willens.

Du bist Ich, Ich hasse Dich, begehre Dich trotzdem, Du bist mein, oder bin ich Dein?

Wir sind.

Du lerntest mir die Leere, zeigest mir die Dunkelheit, brachtest mich zum bluten, tötetest mich.

Obwohl Du mein schlimmster Gegner bist, bleibst du mein, und so soll es sein, und darum akzeptiere ich Dich,

aber lass mich nun heute wieder atmen.

Bitte.

Lass mich atmen.